Pan Cubano

Weizenbrot

Das goldgelb ausgebackene, stangenförmige Pan Cubano mit leicht bemehlter Kruste hat der Länge nach mittig einen Stängel Zwiebellauch auf der Oberfläche liegen. An beiden Seiten des Zwiebellauchs ist die Kruste während des Backens aufgerissen.

Das Brot ist sehr leicht, kleinporig mit einzelnen größeren Poren in der Krume und schmeckt mild aromatisch. Das Schweineschmalz gibt dem Brot einen ganz besonderen Geschmack, der schwierig in Worte zu fassen ist. Ich bin vom Pan Cubano begeistert! 

Vor wenigen Tagen hat Petra mit einer ausführlichen Einleitung ein Rezept für „Pan Cubano“ (Tampa-Style) verbloggt. Das Brot, das von kubanischen Einwanderern in die USA gebracht wurde, ist in einigen Regionen der Vereinigten Staaten so etwas wie das Baguette in Frankreich. Es wird vor allem verwendet, um Magenknurren auslösende, dick belegte Sandwiches zu machen. Die handwerkliche Fertigkeit, die bei der Herstellung des Brotes in Großbäckereien an den Tag gelegt wird, ist beeindruckend und in einem Video dokumentiert. Beim Formen des länglichen Brotes habe ich mich genau an die Technik gehalten, die ab Minute 6:05 gezeigt wird. 

Was mich an diesem Brot gereizt hat, war die Verwendung von Palmblättern, die auf den Schluss (die Naht) der Brote gelegt wird. Beim Backen reißt dann das Brot genau entlang des Palmblattes auf, weil dort der Teig noch feuchter ist. Außerdem sieht das Brot nach dem Backen einfach dekorativer aus, wenn noch ein braungrünes Blättchen zu sehen ist. Da ich keine Palmblätter zu Hause habe (oder dafür meine Zimmerpflanzen hätte opfern müssen …), habe ich mir Zwiebellauch besorgt. Der hat genau die richtige Länge und der Effekt im Ofen ist der gleiche wie bei Palmblättern. Petra hat das Problem mit in Wasser getränktem Küchengarn gelöst. Da der Zwiebellauch nur an der Oberfläche des Teiges liegt und auch nicht angeschnitten ist, überträgt sich kein zwiebeliger Geschmack auf das Brot, obwohl er sehr gut mit dem verwendeten Schweineschmalz harmonieren würde. 

28. September 2010
3 Kommentare Print Friendly and PDF
Datensatz bearbeiten

Sonstige Angaben

Thementags: Zucker, Weizenbrot, Weizen, Stangenweißbrot, Stangen, Schmalz, Rezepte, Hefe, Brot backen, Brot, Backen, Schweineschmalz, Weißbrot, Hefebrot, Vorteig

Autor: Lutz Geißler

WordpressID: 2367

Bisherige URL im alten Blog: /2010/09/28/gebacken-pan-cubano-nach-petra-holzapfel/

Publikationsdatum (datePublished):

Veröffentlichungsdatum (publishingDate): 28.09.2010 00:00

Veröffentlichungsdatum (publishingDate): 28.09.2010

Standardteigeinwage: 300 g

Gebäckgewicht: (automatisch berechnet: 246 g)

Backverlust: 18 %

Gebäcktyp: Brot

Gebäck-Stil: südamerikanisch

Gebäckform: stangenförmig

Gebäckabstand: freigeschoben

Ausbund: rustikal

Glanz: etwas

Aufstreu: nein

bemehlte Kruste: ja

Porengröße: kleinporig

Porenverteilung: ungleichmäßig

Krumenelastizität: elastisch

Krumenstruktur: locker

Mindestlagerung vor dem Anschnitt: nur auskühlen lassen

Einsteigerrezept: nein

ohne Kneten: nein

Vollkornanteil: (automatisch berechnet: 0,00%)


Teigausbeuten:

Vorteig

  • TA gepflegt: 200
  • TA netto: 214.1
  • TA theoretisch: 200.0
  • TA brutto: 202.5
  • TA gefühlt:

Hauptteig

  • TA gepflegt:
  • TA netto: 168.5
  • TA theoretisch: 154.5
  • TA brutto: 168.6
  • TA gefühlt:

Hundertprozenter: Hefegebäck, Weizen

Zutatenübersicht

für Stück zu (je) ca. 300 g 173 %
347 g Weizenmehl 550 100 %
208 g Wasser 60 %
24 g Schweineschmalz 7 %
8,0 g Frischhefe (konventionell) 2,3 %
6,9 g Salz 2 %
4,9 g Zucker 1,4 %
Zwiebellauch

Planungsbeispiel

Gesamtzubereitungszeit:  27 Stunden 39 Minuten

Tag 1 08:21 Uhr Vorteig herstellen
Tag 2 08:26 Uhr Hauptteig herstellen
09:43 Uhr Dehnen und Falten
10:14 Uhr Portionieren
10:19 Uhr Formen
10:33 Uhr Ofen vorheizen auf 250 °C
11:33 Uhr Backen
12:00 Uhr ca. fertig gebacken

Vorteig

42 g Wasser 20 °C 12 %
42 g Weizenmehl 550 20 °C 12 %
1,0 g Frischhefe (konventionell) 5 °C 0,3 %
0

Die Zutaten in der genannten Reihenfolge in eine Schüssel wiegen.

1

Mischen, bis sich die Zutaten zu einem weichen Teig verbunden haben.

1

Mit einer Abdeckhaube, einem Deckel oder etwas ähnlichem zudecken.

2

24 Stunden bei 5 °C reifen lassen.

Hauptteig

4,9 g Zucker 20 °C 1,4 %
167 g Wasser 40 °C 48 %
306 g Weizenmehl 550 20 °C 88 %
gesamter Vorteig 5 °C
6,9 g Frischhefe (konventionell) 5 °C 2 %
6,9 g Salz 20 °C 2 %
24 g Schweineschmalz 5 °C 7 %
Zwiebellauch 20 °C
1

Die Zutaten (außer Salz und Schweineschmalz) in der genannten Reihenfolge in die Schüssel wiegen.

2

Zu einem Teig vermischen.

3

Schweineschmalz in Stückchen und Salz zugeben.

4

Kneten, bis sich eine dünne Teighaut ausziehen lässt (Fenstertest) (gewünschte Teigtemperatur: ca. 26 °C).

4

Mit einer Abdeckhaube, einem Deckel oder etwas ähnlichem zudecken.

5

1,5 Stunden bei 24 °C reifen lassen. Dabei nach 1 Stunde dehnen und falten

5

1 Stunde bei 24 °C reifen lassen.

5

Den Teig dehnen und falten.

5

30 Minuten bei 24 °C reifen lassen.

5

Den Teig aus der Schüssel oder Wanne auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben.

6

Rechteckige Teiglinge zu je ca. 300 g abstechen.

7

Die obere Hälfte der Teiglinge mit dem Unterarm flach drücken. Dann um 180° drehen, sodass die flach gedrückte Hälfte zum Körper zeigt. Nun die vom Körper weg zeigende Hälfte über die flache Hälfte klappen und mit dem Unterarm die Naht festdrücken. Gleichmäßig dicke, ca. 30-35 cm lange Stangen ausrollen.

8

Auf die Nahtstelle jeweils einen Stängel Zwiebellauch legen.

9

Die Teiglinge mit Schluss nach unten in ein leicht bemehltes Leinen setzen. Zwischen jede Reihe eine Falte ziehen.

10

1 Stunde bei 20 °C zugedeckt reifen lassen.

10

Mit einer Folie oder einem Behälter abdecken.

10

1 Stunde bei 20 °C reifen lassen.

11

Die Teiglinge mit einer Kippdiele aus dem Leinen mit Schluss nach oben auf Backpapier setzen.

12

Das Backpapier mit den Teiglingen mithilfe eines flachen Bleches oder Brettes in den auf 250 °C vorgeheizten Ofen auf den Backstein befördern. Nicht bedampfen. Den Ofen sofort auf 210 °C herunterdrehen. Insgesamt 25-30 Minuten ausbacken.

3 Kommentare

Wer seine Quellen angibt, schätzt die Arbeit Anderer wert. Ich habe in diesen Blog über zehn Jahre lang eine Menge Zeit, Kraft und Geist investiert und tue es immer noch. Deshalb bitte ich dich, bei jeder öffentlichen Nutzung meiner Ideen, Rezepte und Texte immer die konkrete Quelle anzugeben:

Dieses Dokument ist ein Druck der folgenden Internetseite: https://www.ploetzblog.de/rezepte/pan-cuban/id=62174c31857c811ecaa3d26b

Abgerufen am: 2. März 2024, 18:47 Uhr · © 2023, Lutz Geißler